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Duftwissen

Duftlexikon

Die Begriffe, die auf Produktseiten und in Duftbeschreibungen ständig auftauchen – hier kurz, ehrlich und ohne Marketingnebel erklärt.

Grundlagen

Duftpyramide

Der Aufbau eines Parfums aus Kopf-, Herz- und Basisnoten.

Die Duftpyramide beschreibt, in welcher Reihenfolge ein Parfum seine Facetten zeigt. Kopfnoten sind die leichtesten Moleküle und in den ersten Minuten dominant, Herznoten tragen den Charakter über Stunden, Basisnoten bleiben am längsten auf Haut und Kleidung.

Die Pyramide ist kein Zeitplan, sondern eine Verdunstungskurve: Die Phasen überlagern sich. Wer ein Parfum nur am Teststreifen beurteilt, erlebt fast nur die Kopfnoten – deshalb lohnt der Test auf der Haut über mehrere Stunden.

Kopfnote

Der erste Eindruck, meist frisch und flüchtig.

Kopfnoten bestehen aus kleinen, schnell verdunstenden Molekülen – typisch sind Zitrusnoten wie Bergamotte und Zitrone, Aromen wie Lavendel oder grüne Akkorde. Sie halten selten länger als 15 bis 30 Minuten.

Weil die Kopfnote den Kaufimpuls stark beeinflusst, sagt sie erstaunlich wenig über den fertigen Duft aus. Für die Kaufentscheidung ist der Herzverlauf verlässlicher.

Herznote

Der eigentliche Charakter eines Duftes.

Die Herznote trägt das Thema: Blüten wie Rose, Jasmin oder Iris, Gewürze wie Zimt und Kardamom, fruchtige Akkorde oder Tee. Sie entfaltet sich nach etwa 20 Minuten und bleibt mehrere Stunden präsent.

Wenn zwei Düfte als »vergleichbare Duftrichtung« beschrieben werden, geht es fast immer um Herznoten und Hauptakkorde – nicht um identische Formeln.

Basisnote

Das Fundament, das am längsten bleibt.

Basisnoten sind schwere Moleküle: Sandelholz, Zedernholz, Vetiver, Patchouli, Ambroxan, Moschus, Vanille, Tonkabohne, Weihrauch oder Oud. Sie sorgen für Tiefe, Wärme und Haltbarkeit.

Ein hoher Anteil an Basisnoten ist der wichtigste Hebel für Langlebigkeit – deutlich wichtiger als der Preis eines Parfums.

Duftrichtung

Beschreibung des Duftprofils, nicht Kennzeichnung eines Originals.

Wenn wir sagen »Wenn du einen bestimmten Duft magst«, beschreiben wir eine Duftrichtung: dieselbe Duftfamilie, vergleichbare Hauptakkorde, ähnlicher Charakter. Genannt werden Marken- und Produktnamen ausschließlich beschreibend.

Unsere Düfte sind eigenständige Kompositionen von PERFUM-ONE.de – keine Originalprodukte, keine Nachbauten und keine Kopien. Es besteht keine Verbindung zu den jeweiligen Markeninhabern.

Konzentration

Eau de Parfum (EDP)

Konzentration mit typisch 15 – 20 % Duftöl.

Eau de Parfum ist die verbreitetste hochwertige Konzentration: genug Duftöl für mehrere Stunden Haltbarkeit, ohne die Dichte eines Extraits.

Unsere eigenen Kreationen liegen darüber: sie sind mit rund 30 % Duftölanteil als Extrait de Parfum angelegt – das ist der Grund für die kräftige Haltbarkeit.

Eau de Toilette (EDT)

Leichtere Konzentration mit typisch 5 – 15 % Duftöl.

Ein Eau de Toilette wirkt frischer und luftiger, verfliegt aber schneller – oft nach drei bis fünf Stunden. Für heiße Tage und den Sommer ist das ein Vorteil, für lange Abende ein Nachteil.

Wer ein EDT liebt, aber mehr Haltbarkeit will, findet in derselben Duftfamilie oft ein EDP mit ähnlichem Profil und deutlich längerer Standzeit.

Extrait de Parfum

Höchste Konzentration, typisch 20 – 40 % Duftöl.

Extrait de Parfum (auch Parfum oder Pure Perfume) ist die dichteste Form. Es trägt sehr lange, projiziert dabei aber oft weniger weit, weil weniger Alkohol den Duft nach außen trägt.

Alle Kreationen von PERFUM-ONE.de sind Extrait de Parfum mit rund 30 % Duftölanteil. Deshalb gilt: sparsam dosieren – ein bis zwei Sprühstöße genügen meist.

Duftfamilien

Duftfamilie

Die Ordnungskategorie eines Duftes, z. B. holzig oder orientalisch.

Duftfamilien bündeln Kompositionen mit ähnlichem Grundcharakter: frisch/zitrisch, blumig, fruchtig, holzig, orientalisch/amberartig, aromatisch, ledrig oder gourmandig.

Die Duftfamilie ist der schnellste Filter bei der Suche: Wer weiß, dass er holzig-ambrierte Düfte mag, findet innerhalb dieser Familie fast immer weitere Treffer.

Gourmand

Essbar wirkende Düfte mit Vanille, Karamell oder Tonka.

Gourmand-Düfte arbeiten mit süßen, kulinarischen Akkorden: Vanille, Karamell, Tonkabohne, Kakao, Mandel, Kaffee oder Zucker. Sie wirken warm, umhüllend und sind besonders im Herbst und Winter beliebt.

Süße Kreationen tragen sich stark – hier lohnt es, sparsam zu dosieren.

Ambroxan

Moderner, mineralisch-warmer Ambermoschus-Baustein.

Ambroxan ist ein Molekül mit trocken-warmem, leicht salzigem Amber-Charakter. Es prägt viele moderne Düfte, weil es Haut nahe wirkt und lange trägt.

In Kombination mit Zitrus und Holz entsteht der »clean und teuer« wirkende Effekt, den viele an aktuellen Nischendüften mögen.

Oud (Agarholz)

Harzig-rauchiges Holz mit hoher Intensität.

Oud entsteht, wenn sich das Harz des Agarbaums nach einer Pilzinfektion einlagert. Der Duft ist tief, harzig, ledrig und teils medizinisch – ein Signaturelement orientalischer Parfümerie.

Weil echtes Oud extrem teuer ist, arbeiten die meisten Kompositionen mit hochwertigen Oud-Akkorden, die dieselbe Wirkung erzeugen.

Duftnoten

Bergamotte

Zitrisch-herbe Kopfnote aus Kalabrien.

Bergamotte ist die wohl wichtigste Kopfnote der Parfümerie: zitrisch, leicht bitter, mit einer floralen Tiefe, die reine Zitrone nicht hat. Sie öffnet Düfte hell, ohne sie süß zu machen.

In unseren Kreationen sitzt Bergamotte häufig über holzigen oder ambrierten Basen – sie sorgt für den frischen ersten Eindruck, der nach 20 Minuten in den eigentlichen Charakter übergeht.

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Oud (Agarholz)

Harzig-rauchiges Holz, Herzstück orientalischer Düfte.

Oud entsteht, wenn Agarholz auf einen Pilz reagiert und ein dunkles Harz bildet. Der Geruch ist warm, animalisch-holzig, leicht ledrig und extrem haltbar.

Weil echtes Oud selten und teuer ist, arbeitet die moderne Parfümerie überwiegend mit hochwertigen Oud-Akkorden – geruchlich nah, planbar in Qualität und ohne Druck auf Wildbestände.

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Vanille

Süße, cremige Basisnote mit hoher Haltbarkeit.

Vanille wirkt als Basisnote gourmandig und weich, sie rundet Gewürze und Hölzer ab. In Kombination mit Tonka und Benzoe entsteht der typische warme Nachklang vieler Abenddüfte.

Zu viel Vanille kippt schnell ins Bonbonhafte – gute Kompositionen balancieren sie mit Rauch, Leder oder trockenem Holz.

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Tonkabohne

Mandel, Heu und Karamell in einer Note.

Die Tonkabohne bringt Cumarin mit: eine Mischung aus Mandel, Heu, Tabak und Karamell. Sie macht Düfte samtig und verlängert den Verlauf.

Tonka ist der stille Verbündeter fast aller ambrierten und gourmandigen Kreationen und sorgt für den Eindruck von Wärme auf der Haut.

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Patchouli

Erdig-dunkles Blatt, Rückgrat vieler Chypre-Düfte.

Patchouli riecht erdig, leicht kampfrig und in fraktionierter Form auch schokoladig. Es gibt Düften Tiefe und eine gewisse Rauheit.

In modernen Kompositionen wird meist ein aufgehelltes Patchouli verwendet – weniger Kellernote, mehr samtige Dunkelheit.

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Ambroxan

Klarer, salziger Moschus-Holz-Effekt.

Ambroxan ist ein Molekül mit ambrierter, leicht salziger Ausstrahlung. Es verstärkt Sillage und erzeugt den Eindruck von warmer Haut.

Düfte mit hohem Ambroxan-Anteil wirken sauber und dennoch sinnlich – ein Grund, warum sie im Alltag so gut funktionieren.

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Iso E Super

Transparentes Zedernholz mit Sog.

Iso E Super riecht samtig-holzig, fast wie eine weichgezeichnete Zeder. Es verschwimmt mit der Haut und lässt Düfte größer wirken, als sie riechen.

Manche Menschen nehmen die Note kaum wahr – ein bekanntes Phänomen bei Molekülen, gegen die eine Nase sich schnell abstumpft.

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Moschus

Weiche, haut-nahe Basis für den Nachklang.

Moderner Moschus ist ausschließlich synthetisch und reicht von seifig-sauber bis puderig-warm. Er verbindet die anderen Noten und macht den Abgang weich.

Wer sich frisch gewaschen riechen möchte, sucht Moschus in Kombination mit Zitrus und weißen Blüten.

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Zedernholz

Trockene, bleistiftartige Holznote.

Zedernholz ist trocken, leicht harzig und strukturgebend – es hält süße Noten in Balance und wirkt unaufdringlich elegant.

In Kombination mit Vetiver ergibt Zeder eine sehr alltagstaugliche, ruhige Basis.

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Vetiver

Wurzelig, rauchig, herb-grün.

Vetiver ist eine Graswurzel und riecht erdig, geröstet und rauchig-grün. Es gilt als eine der elegantesten Basisnoten der Parfümerie.

Frische Vetiver-Interpretationen setzen auf Zitrus und Grapefruit, dunkle auf Rauch und Leder.

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Rose

Die vielseitigste Blüte – von frisch bis marmeladig.

Rose kann zitrisch-frisch, honigsüß oder ledrig-dunkel wirken, je nach Rohstoff und Umfeld. Mit Oud und Safran entsteht das klassische orientalische Rosenmotiv.

Rose ist nicht geschlechtsgebunden: in Kombination mit Holz und Gewürzen wirkt sie markant und modern.

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Jasmin

Weiße Blüte mit fruchtiger, sinnlicher Fülle.

Jasmin bringt Volumen und eine leicht animalische Süße. Er wirkt in kleiner Dosis strahlend, in hoher Dosis narkotisch.

Häufig in Kombination mit Tuberose, Orangenblüte oder Pfirsich, um florale Herzen weicher zu machen.

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Safran

Ledrig-metallische Gewürznote.

Safran riecht trocken, leicht jodig und ledrig – er verleiht Rosen- und Oud-Kompositionen ihre orientalische Kante.

Schon Spuren genügen; zu viel Safran wirkt medizinisch.

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Kardamom

Aromatisch-frisches Gewürz mit Eukalyptus-Anklang.

Kardamom ist würzig und gleichzeitig kühl. Er hebt Kopfnoten an und ist eine Brücke zwischen Zitrus und Holz.

In ambrierten Düften sorgt Kardamom dafür, dass die Süße nicht dominiert.

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Weihrauch

Sakrales Harz, kühl-rauchig.

Weihrauch (Olibanum) riecht harzig, pfeffrig und leicht zitrisch – er erzeugt Weite und einen fast kühlen Rauch.

In Kombination mit Amber und Leder entstehen die charakteristischen dunklen Abenddüfte.

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Leder

Rauchig-trockener Akkord, kein einzelner Rohstoff.

Leder ist ein Akkord aus Birkenteer, Styrax, Cade und Isobutylchinolin. Er reicht von poliertem Autositz bis rauem Rauch.

Leder gibt Düften Kontur und passt besonders gut zu Rose, Safran und Tabak.

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Tabak

Süßlich-trockenes Blatt mit Honignote.

Tabak riecht nach getrocknetem Blatt, Honig und Heu – gemütlich, herbstlich, mit Tiefe. Cumarin und Vanille verstärken die Süße.

Tabakdüfte funktionieren am besten bei kühlem Wetter und in Nahdistanz.

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Pfirsich

Samtige Fruchtnote für florale Herzen.

Pfirsich- und Aprikosenakkorde geben weißen Blüten eine cremige Rundung und machen Düfte sofort zugänglich.

Sie halten meist nicht lange, prägen aber die ersten Stunden entscheidend.

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Amber (Ambra-Akkord)

Warme Mischung aus Harz, Vanille und Labdanum.

Amber ist kein einzelner Rohstoff, sondern ein Akkord aus Labdanum, Benzoe und Vanille – warm, harzig, hautnah.

Er ist das Fundament der meisten ambrierten Kreationen und verantwortlich für den langen, weichen Abgang.

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Meersalz / Aquatische Note

Salzige Frische statt reiner Zitrus.

Aquatische Noten arbeiten mit Molekülen, die an Meeresluft, Melone und feuchten Stein erinnern. Salzakkorde geben ihnen Kontur.

Sie eignen sich für heiße Tage und wirken sauber, ohne seifig zu sein.

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Tragen & Pflege

Sillage

Die Duftspur, die du im Raum hinterlässt.

Sillage (französisch für »Kielwasser«) beschreibt, wie weit ein Duft von dir abstrahlt und wie lange er in einem Raum nachhängt. Ein Duft kann lange halten und trotzdem eng am Körper bleiben – das ist dann geringe Sillage bei hoher Haltbarkeit.

Für Büro und enge Räume ist moderate Sillage angenehmer, für Abend und Winter darf sie kräftiger sein. Auf jeder Produktseite findest du beide Werte getrennt als Skala.

Projektion

Wie stark ein Duft in den ersten Stunden nach außen wirkt.

Projektion ist die Intensität im Nahbereich – der Radius, in dem andere den Duft wahrnehmen, ohne sich dir zuzuwenden. Sie ist meist in der ersten bis dritten Stunde am höchsten und sinkt danach ab.

Zu starke Projektion wirkt schnell aufdringlich. Zwei bis drei Sprühstöße auf Puls- und Kleidungsstellen sind für die meisten Kreationen die richtige Dosis.

Layering

Zwei Düfte bewusst übereinander tragen.

Beim Layering kombinierst du zwei Kreationen, um ein eigenes Profil zu erzeugen – etwa einen holzigen Duft als Basis und einen zitrischen darüber. Faustregel: der schwerere Duft zuerst, der leichtere danach.

Am verlässlichsten funktionieren Kombinationen innerhalb verwandter Familien oder mit einer gemeinsamen Note wie Vanille, Moschus oder Zedernholz.

Richtig auftragen

Pulspunkte, Abstand und die Sache mit dem Reiben.

Sprühe aus etwa 15 cm Abstand auf warme Stellen: Halsseiten, Dekolleté, Innenseite der Handgelenke, Nacken, hinter den Ohren. Auf gepflegter, leicht fettender Haut hält ein Duft deutlich länger als auf trockener.

Nicht verreiben – Reibung zerstört Kopfnoten und verkürzt den Verlauf. Ein Sprühstoß in die Haare oder auf den Schal verlängert die Duftspur zusätzlich.

Weiterlesen

Ratgeber

Ausführliche Artikel zu Haltbarkeit, Duftfamilien und Auswahl.

Orientierung

Duftrichtungen

Welche unserer Eigenkreationen in welche Richtung geht.

Persönlich

Duftberater

Beschreibe in einem Satz, was du suchst – wir schlagen Kreationen vor.

Alle Düfte von PERFUM-ONE.de sind eigenständige Kreationen aus deutscher Manufaktur. Wir beschreiben sie ausschließlich über Duftfamilie, Hauptakkorde und Duftnoten – ohne Bezug auf fremde Marken, Originalprodukte oder Hersteller. Es besteht keine Verbindung zu anderen Parfümherstellern; unsere Düfte sind keine Nachbauten, Imitate oder Kopien.